Haarausfall durch Stress – Stressbedingter Haarausfall

stressbedingter Haarausfall

Stress ist häufig die Ursache für plötzlichen Haarausfall. Lang anhaltender Stress wirkt sich negativ auf den Wachstumszyklus deiner Haare aus und begünstigt somit den Haarausfall. Schafft man es nicht den Stress zu mindern, kann dies schnell zu chronischem Stress führen und neben dem Haarausfall treten weitere körperliche Beschwerden auf.

Auslöser von Stress sind meistens innere und psychische Faktoren, wie zum Beispiel zu hohe Anforderungen an sich selbst, ein geringes Selbstwertgefühl, Depressionen, Beziehungsprobleme, finanzielle Probleme oder die Angst vorm Scheitern.

Warum entsteht Haarausfall durch Stress?

Deine Haarfollikel können durch Stresshormone langfristig geschädigt werden. Die Haarfollikel entzünden sich daraufhin und das Haar fällt aus.

Die Haarfollikel sind umgeben von einem Netz aus Nervenfasern. In diesem Netz wandern verschiedene Botenstoffe, wie beispielsweise das Neuropeptid Substanz P oder der Neurotransmitter Noradrenalin. Die dichte des Netzes schwankt stark und ändert sich im Laufe des Wachstumszyklus. Dabei variieren auch potentielle Kontaktmöglichkeiten des Nervensystems zu den Immunzellen der Haut, den sogenannten Mastzellen.

Stress erhöht die Zahl von Nervenfasern in der Haut und somit auch die Anzahl der Bindungspunkte zu den Mastzellen. Findet diese Steigerung während des Wechsels von der Wachstumsphase in die Übergangsphase statt, so kommt es zu einer Aktivierung der Mastzellen. Dadurch werden im Bereich des Haarfollikels Entzündungen ausgelöst, die einen Zelltod und letztendlich den Haarausfall durch Stress zur Folge haben.

Weitere Ursachen für Haarausfall sind möglich

Als erstes ist es wichtig alle möglichen Ursachen abklären zu lassen. Bereits ein Nährstoffmangel kann ein Auslöser für Haarausfall sein. Es kann zum Beispiel eine Krankheit oder eine erbliche Veranlagung sein, die Haarausfall auslöst. Bei plötzlichem Haarausfall, ohne das man die Ursache ausmachen kann, sollte man direkt einen Arzt aufsuchen und geeignete Behandlungsmöglichkeiten besprechen.

Bekommt man in einer Stressigen Phase plötzlich Haarausfall, ist die Ursache fast eindeutig. Mit Stress einher kommen meistens noch andere Faktoren die Haarausfall begünstigen. Zum Beispiel schläft man meist nicht mehr lang und erholsam oder das essverhalten wird negativ beeinflusst, wodurch eine Mangelerscheinung auftreten kann.

Stress vermeiden und Haarausfall stoppen

Haarausfall durch Stress ist umkehrbar und kann mit ein paar guten Tipps gestoppt werden. Man liest oft etwas von Entspannungsübungen oder verschiedene sportliche Alternativen. Jedoch sollte man zunächst an Grundlegende Lösungen arbeiten um den Stress zu reduzieren.

 

1. Schlafmangel fördert Haarausfall durch Stress

Wenn man unter Stress steht, schläft man meistens auch schlecht, da einem viele Gedanken durch den Kopf schießen und man sich in den Schlaf grübeln muss.

Genau wie der Körper brauchen auch die Haarfollikel Ihre Regenerationszeit und wenn man einen kurzen Schlaf hat, fällt auch die Regenerationszeit der Haarfollikel kürzer aus. Man muss versuchen die Arbeit rechtzeitig vor dem Schlaf beenden, damit der Verstand „herunterfahren“ kann. 

Am besten ist es, wenn man Abends genug Zeit hat etwas zu essen und dann noch mindesten eine Stunde entspannen kann. Feste Schlafenszeiten fördern einen gesunden Schlafrhythmus und der Körper gewöhnt sich an die festen Zeiten.

 

2. Trotz Stress ist eine gesunde Ernährung sehr wichtig

Muss man von morgens bis abends voll konzentriert arbeiten und immer flexibel sein, ist es wichtig, dass der Körper regelmäßig mit Nährstoffen versorgt wird. Eine gesunde Ernährungsweise fördert ebenfalls die Haargesundheit und mindert die Wahrscheinlichkeit von Haarausfall.

Es ist wichtig, sich die Zeit für mindestens drei Mahlzeiten am Tag zu nehmen. Das Frühstück sollte nie ausfallen und auch nicht zu kurz kommen. Denn morgens steigt das Leistungsvermögen stark an und ohne ein anständiges Frühstück kommt der Stoffwechsel nicht in Schwung, sodass die Konzentration schnell nachlässt.

Das greifen nach Schokolade oder anderen zuckerhaltigen Snacks solltest du unterlassen, denn dadurch schwank dein Zuckerspiegel sehr stark, was kurzzeitig für mehr Konzentration sorgt, dann aber sehr schnell auf ein tieferes Niveau absinkt und man sogar müde werden kann. Stattdessen empfiehlt es sich mehr gesundes Obst, Gemüse (zum Beispiel auch Doerrfrüchte) und Vollkornlebensmittel zu essen.

Hinweis: Nicht vergessen ausreichend gesundes und klares Wasser zu trinken. Wer viel Stress hat, ignoriert ganz oft ausreichend Wasser zu trinken. Dadurch kommt es ganz schnell zu den üblichen Beschwerden wie zum Beispiel:

  • Müdigkeit
  • Konzentrationsstörungen
  • Kopfschmerzen
  • Schwindel
  • Niedriger Blutdruck

 

3. Mehr Bewegung sorgt für Glücksgefühle und mindert Stress

Bewegung zur Stressbewältigung ist gesund und fördert die Produktion von Glückshormonen. Egal ob Joggen, Radfahren, Walken oder leichter Kraftsport, wichtig ist man wird nicht zum Couchpotato. Das Couching sorgt zwar dafür, dass der Körper sich entspannt, aber die Stresshormone zirkulieren weiter im Körper und werden langsamer abgebaut als durch Sport.

Werden Stresshormone langfristig nicht abgebaut, gerät der Körper allmählich in einen dauerhaften Alarmzustand. Das erschöpft den Körper zusätzlich und die Folgen sind körperliche und psychische Beschwerden wie Konzentrationsschwierigkeiten, Schlafstörungen oder Verdauungsprobleme.

Wer den ganzen Tag im Büro sitzt und seinen Frust nicht teilt, fördert das Aufkommen von Stress. Gemeinsamer Sport, ob im Fußballverein oder gemeinsam joggen – Sport im Team macht doppelt Spaß und pflegt soziale Kontakte.

Durch Sport und Bewegung produziert der Körper vermehrt Endorphine und Serotonin, sodass Stresshormone schneller aus dem Körper verdrängt werden.

 

4. Prioritäten setzen und Stress mindern

Ordne deine Ziele und Aktivitäten nach Prioritäten und mach Dir daraus eine To-Do-Liste für den Tag oder die ganze Woche. Mach Dir dabei aber von vornherein bewusst, dass man nicht alles, was man glaubt tun zu müssen, erledigen muss. 😉

Ordnen nach dem Eisenhower-Prinzip:

  • Wichtig, aber nicht eilig
  • Wichtig und eilig 
  • Nicht wichtig, aber eilig
  • Nicht wichtig und nicht eilig

Oder man hält sich lieber an die sogenannte 60:40-Regel. Sie besagt, dass maximal 60 Prozent der Zeit fest verplant werden sollte und die restlichen 40 Prozent sind für unerwartetes.

Man muss auch abschalten können! Abschalten, das bedeutet arbeitsfreie Wochenenden, regelmäßig Urlaub und Freizeit zu haben, am besten ohne Arbeitskollegen. Denn nur dann kann man den Arbeitsalltag mal komplett ausblenden. Sport und Freizeit lässt sich auch sehr gut kombinieren. 

Zum Beispiel kann man bei schönem Wetter mit dem Fahrrad eine Runde durch die Natur fahren oder man geht Joggen. Man kann auch mit der Familie zum Schwimmen ins Freibad gehen, um ein Paar Bahnen zu schwimmen oder sich am Pool entspannen und Sonne tanken.

Fazit

Stressbedingter Haarausfall kann gestoppt werden!

Statt hektisch weiter im Arbeitsalltag zu rotieren, sollten wir also einfach mal öfter innehalten und uns fragen:

  • Was wollen wir erreichen?
  • Sind diese Ziele wirklich so dringend und wichtig?
  • Müssen wir sie jetzt erledigen?
  • Oder können wir sie delegieren?

Wer Haarausfall durch Stress vermeiden will, ist mit den oben genannten Punkten wirklich gut beraten und sollte es schaffen den Stress im Alltag ein wenig zu mindern.

Eure Dodo