Umstieg auf silikonfreies Shampoo (oder veganes) „ohne Silikone“

Im letzten Artikel dieser Mini-Serie ging es um die verschiedenen Arten von silikonfreien Shampoo, die unterschiedlichen Siegel und Naturkosmetik.

Hast Du Dich entschieden und möchtest auf ein silikonfreies Bio-Shampoo oder Vegan-Shampoo umsteigen?

Herzlichen Glückwunsch, das ist eine gute Entscheidung!

In Bio- oder Vegan-Shampoos sind keine künstlichen, krebsfördernden Substanzen enthalten. Sie sind für Haar sowie Kopfhaut verträglich und eine Chance, Dein natürliches Haarwachstum zu fördern.

Es gibt noch ein weiteres beachtenswertes Argument:

Umweltverschmutzung findet nicht ausschließlich bei der Herstellung von Kosmetikprodukten statt. Sondern wir spülen problembehaftete Inhaltsstoffe bei jedem Gang unter die Dusche ins Abwasser. Und nicht nur Experten sind der Meinung, dass die Uhr in Bezug auf Umweltschutz längst auf 5 Minuten vor 12 steht.

Natur-Shampoos zeichnen sich zusätzlich durch umweltschonende, recycelbare Verpackungen aus. Vielleicht legst Du Dir sogar ein Shampoo ohne Verpackung zu. D.h. ein festes Shampoo oder auch Haarseife genannt. Meistens sind sie nur in Papier eingepackt und so schonst Du die Umwelt zusätzlich.

Empfehlungen für den Umstieg auf ein gesundes Shampoo

Meine Empfehlung für Deinen Weg und insbesondere Deinen Umstieg lautet wie folgt:
Bei der Umstellung auf silikonfreie und vegane Shampoos müssen sich Haare und Kopfhaut vollständig neu ausbalancieren. Das geschieht nicht von heute auf morgen. Schuld daran ist in erster Linie das Silikon. Es hat sich über einen langen Zeitraum angelagert und kann nur langsam abgebaut werden. Darauf können Kopfhaut und Haare ziemlich undankbar reagieren.
Auch die Umstellung selbst kann Deinem Haar sowie der Kopfhaut längerfristig nicht zusagen.
 

Der Übergang braucht Zeit und Ausdauer und verläuft meist nicht ohne vorübergehende Auswirkungen.

 

1. Eventuelle Unannehmlichkeiten der Kopfhaut

Mit dem Abbau der künstlichen Silikon-Barriere muss sich die Kopfhaut erst wieder an äußere Einflüsse gewöhnen. Das kann zu Hautrötungen führen und Pickel können entstehen. Sie sind das Resultat chemischer Duft-, Farb- und Konservierungsstoffe, die sich in der Kopfhaut angesammelt hatten und nun nach und nach ausgeschieden werden.

Bis sich die Kopfhaut aller Schadstoffe befreit und ihre Abwehrkräfte mobilisiert hat, verstreichen mindestens 6 – 8 Wochen. Bitte gedulde Dich solange und gib Deinem Haar sowie der Kopfhaut Zeit.

2. Etwaige negative Eigenschaften der Haare

Je nach Haartyp können sie erst einmal:

  • kraftlos aussehen,
  • fettig werden oder
  • sich trocken anfühlen.

Haare reorganisieren sich jedoch nicht so schnell wie die Haut. Je nach Haarlänge musst Du mit mehreren Monaten rechnen, bis sich Dein Haar wieder kraftvoll anfühlt und gesund aussieht.

Danach darfst Du sicher sein, dass weiter nichts als natürliche Pflanzenstoffe Dein Haarwachstum fördern, indem sie die Zellen mit hochwertigen Wirkstoffen versorgen.

Tipp:

Suche Dir für die Umstellung einen passenden Zeitraum aus. Vorzugsweise nicht in der Urlaubszeit, wenn größere Familienfeiern anstehen oder bei einem geplanten Job-Wechsel. Die Alternative: denke über einen pflegeleichten Kurzhaarschnitt während der Umstellungsphase nach.

So findest Du das perfekte Shampoo für Deinen Haar-Typ

Im Folgenden möchte ich Dir zeigen, worauf Du bei der Auswahl eines Shampoos achten musst – abhängig von Deinem Haar-Typ.
 

Normales Haar

Ich hoffe, Du weißt Dein Glück zu schätzen 😉
Die Natur bietet Dir viele Rezepturen. Sie reichen von Fruchtextrakten über pflegende Pflanzenextrakte wie Ringelblume, Henna, Aloe vera bis zu hochwertigen Ölen wie dem Jojobaöl.

Feines, dünnes Haar

Wähle auf keinen Fall ein ölhaltiges und feuchtigkeitsspendendes Shampoo. Dein Haar würde noch strähniger und platter werden.

Entscheide Dich für ein kraftspendendes Volumenshampoo. In ihm sind beispielshalber Extrakte aus:

  • Rosmarin oder
  • Lindenblätter, Süßholzwurzel, Ingwer oder Bambus
  • Weizenkleie oder Henna

Fettiges Haar

Fettige Haare entstehen, wenn die Kopfhaut zu viel Fett produziert. Das Haar fast täglich zu waschen, ist trotz allem keine Lösung.

Vertraue besser auf die Wirkstoffe von:

  • Kamille, Eichenrinde oder Lindenblüten
  • Birkenblätter, Salbei oder Brennnessel
  • Minze oder Zitronenmelisse

Bei mir erfährst Du übrigens in einem anderen Beitrag, wie Du schnell fettende Haare loswerden kannst.

Schuppiges Haar

Schuppiges Haar ist ein umfangreiches Problemthema, da zwischen trockenen und fettigen Schuppen unterschieden werden muss.

Zum Thema Schuppen endlich loswerden gibt es ebenfalls einen ausführlichen Artikel. Dort findest Du alles zu diesem sehr komplexen Thema in aller Ausführlichkeit.

Trockenes, strohiges und strapaziertes Haar

Bei diesem Haartyp bedarf es feuchtigkeitsspendender und reizlindernder Naturstoffe für Haar und Kopfhaut. Das sind:

Öle:

  • Mandel, Macadamianuss, Oliven, Argan oder Orange

Fruchtextrakte:

  • Mango, Wassermelone, Goji-Beere oder Kokos

Pflanzenextrakte:

  • Pfefferminz, Eukalyptus oder Teebaum
  • Aloe vera, Ringelblume oder Wildrose
  • Lindenblüten, Birken- oder Ginkgoblätter

Extra-Tipps:

1. Gelocktes Haar
Da der Talg durch die Struktur von langen Haaren schwerer in die Längen gelangt, neigt es zu Trockenheit. Es sollte wie trockenes Haar behandelt werden.

2. Langes Haar
Langes Haar ist anfällig für Spliss, Haarbruch sowie eine strapazierte Kopfhaut.
Vorbeugen und helfen können:

  • Öle von Avocado, Argan, Jojoba, Nachtkerze und Teebaum
  • Extrakte aus Aloe vera, Zitrone, Minze und Salbei sowie
  • Shikakai-Frucht der Akazien-Art Acacia concinna.

Ich wünsche Dir viel Erfolg beim Umsteigen auf silikonfreies Shampoo. Mit den Tipps sollte das gut klappen. Im nächsten Artikel dieser Serie geht es um die Herstellung eines selbstgemachten Shampoos.

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